WS 06 Digitale Medien in der Tagesgruppe
Aus der Praxis für die Praxis – was alles möglich ist …

Familie, Schule, Freizeit – digitale Medien sind allgegenwärtig. Sie prägen die Lebenswelten junger Menschen und spielen bei der Gestaltung von Kommunikation sowie sozialer Beziehungen eine zunehmend wichtigere Rolle. Tagesgruppen befinden sich dabei an der Schnittstelle zwischen täglich gelebter medialer Praxis in der Familie und institutionalisierter Hilfe. Für die pädagogische Arbeit ergeben sich damit neue Anforderungen im Bereich digitaler Bildung, eröffnen sich aber auch neue Möglichkeiten der Elternarbeit. Doch was ist wichtig? Welche Kompetenzen benötigen Kinder und Jugendliche? Welche Angebote machen wir?

Der Workshop gibt zunächst einen Überblick über die relevanten Entwicklungen im Bereich Digitalisierung und zu Themen wie „Social Media“, „Big Data“ und „Digital Divide“. Im Anschluss daran wird dann die Tagesgruppe als ganzheitlicher Entwicklungsraum und damit auch digitaler Lernort in den Blick genommen. Aufbauend darauf werden in einem zweiten Teil Projekte und Methoden z. B. zu digitaler Elternarbeit und der Gestaltung eines mediatisierten Alltags vorgestellt und Ansätze für die Praxis erarbeitet.

Kevin Jansen, Ev. Jugendhilfe Godesheim
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WS 07 „Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr...“
Der Einsatz des Familienbretts in der Tagesgruppe

Die gesellschaftlichen Veränderungen wie die Entwicklung hin zur Informationsgesellschaft, die Digitalisierung, die Globalisierung und andere gesellschaftliche Entwicklungen haben die Arbeit in der Tagegruppe mit Eltern und Familien verändert. Es scheint, dass der Satz gilt: Alles ist möglich und zugleich nicht beständig. Vor diesem Hintergrund gilt es zu fragen: Welche Normen und Werte sind für uns in der Tagesgruppenarbeit „noch“ bedeutsam? Welche Werte vertreten wir gemeinsam mit den Eltern, wo gibt es Unterschiede? Welche Eltern sitzen vor uns - mit welchem Erziehungsmodell?

Unser Workshop führt über die Veränderungen der Lebenswelten hin zur Thematisierung von verschiedenen Wertesystemen der Eltern heute. Wie spreche ich mit Eltern heute? Welche pädagogischen Konzepte brauche ich dafür, welche Gespräche werden als besonders schwierig empfunden und was genau ist daran schwer?

Zwanzig Jahre Eltern- und Familienarbeit in unserem Träger haben auch unsere Einstellung zur Familienarbeit verändert. Waren früher vorwiegend Gespräche das Mittel der Wahl, so sind es heute ganz vielfältige Aktionen in verschiedenen Kontexten. Dazu gehört auch die Arbeit mit dem „Familienbrett“ - eine der vielen Methoden der systemischen Arbeit mit Familien. In diesem Workshop geht es daher um gelingende Zusammenarbeit mit Eltern und Familien in Tagesgruppen am Beispiel der Arbeit mit dem Systembrett. Die Teilnehmer_innen haben die Möglichkeit, die Arbeit mit dem Familienbrett praktisch kennenzulernen und selbst auszuprobieren.

Ellen Martin, Babett Schott, Tannenhof Berlin Brandenburg e.V.
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WS 08 Erlebniswelt Tagesgruppe
Gemeinsame Erlebnisse schaffen für Eltern, Kinder und Fachkräfte

Gemeinsame Erlebnisse von Kindern und Eltern, Familien sind wichtig. Tagesgruppen haben die Aufgabe, Möglichkeits- und Entwicklungsräume, neue Begegnungen zwischen Eltern und Kindern zu schaffen. Andere, außeralltägliche gute Orte schaffen? Zentral ist die Gestaltung gemeinsamer Erfahrungs- und Beziehungsräume von Eltern, Kindern und Fachkräften.

In diesem Sinne kann von einer Erlebniswelt Tagesgruppe gesprochen werden. Aber was heißt das für uns im Kontakt und im Handeln mit den Eltern? In diesem Workshop geht es daher um die Schaffung von gemeinsamen Erlebnissen für Eltern und Kinder mit und ohne Anbindung an die Tagesgruppe. Konkret beschäftigen wir uns modellhaft mit der Vorstellung, Planung, Umsetzung und Nachbereitung von beispielsweise eines Familienwochenendes, Eltern-Kind-Wochenendes oder themenbezogenen Elternkaffees und berichten dazu aus unserer Praxis.

Wir bringen unsere Erfahrungen, Ideen mit und freuen uns auf eine spannende Diskussion mit den Teilnehmer_innen über Eigenes und für die Zukunft Geplantes in ihrer Tagesgruppenarbeit.

Marco Siegmann, Sven Hänsler, Tagesgruppen der Volkssolidarität, Wittstock
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WS 09 Stress lass nach!
Möglichkeiten der Bewältigung des Tagesgruppenalltags mit belastenden Beziehungs- und Bindungserfahrungen

Der Workshop richtet sich an pädagogische Fachkräfte, die in ihrem beruflichen Alltag mit Kindern zu tun haben, deren Verhalten sich auf ein kritisches Bindungsverhalten zurückführen lässt. Anhand eines exemplarischen Tagesablaufes werden praktische Handlungs- und Interventionsstrategien vorgestellt, um:

- Beziehungsräume zu eröffnen
- korrigierende Bindungserfahrung zu machen
- kindliches Spiel zu ermöglichen
- das vegetative Nervensystem des Kindes zu beruhigen.

Der Workshop ist grundsätzlich auf praktische Umsetzung ausgelegt. Entwicklungspsychologische Vertiefungen sind punktuell möglich, werden aber bewusst kurz gehalten, um Raum und Zeit für die praktische Arbeit zu haben. Es können auch konkrete Fallbeispiele von Mitwirkenden besprochen werden.

Torben Bruhn, Patricia Desor, Heilpädagogische Tagesgruppen, Diakonie Düsseldorf
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WS 10 Capoeira macht stark!
Psychische Widerstandsfähigkeit stärken – Gesundheit fördern!

Die Oberlin-Jugendhilfe blickt auf eine nunmehr zehnjährige Geschichte von Capoeira. Was macht diesen Ansatz so erfolgreich und warum ist die Resonanz bei den Eltern, Fachkräften, Kindern und Jugendlichen so groß?

Im ersten Teil des Workshops geht es konkret darum, wie Capoeira als Teil des Methodenfächers einer Jugendhilfeeinrichtung implementiert werden kann. Wir berichten, wie – unter Einbeziehung der Eltern – Bewegung, Musik, Tanz und Sprache, gemeinsam erlebte Bühnenerfahrungen, Lampenfieber und Prüfungen die Grundlage für gemeinsames Gelingen schaffen. Capoeira dient uns als Erfahrungsfeld, um zu veranschaulichen, wie transparentes Handeln, nachvollziehbare Regeln, gezielte Vorbereitungen, Achtsamkeit und Rücksicht auf die Individualität und die Entwicklung des Einzelnen auch ganze Familien und Kinder stärken kann. Im zweiten Teil des Workshops möchten wir mit den Teilnehmer_innen ganz praktisch in Capoeira einsteigen, lernen Rhythmen, Bewegungsabläufe, Rituale und erfahren etwas über die portugiesische Sprache und den Stellenwert von Capoeira im brasilianischen Alltag.

Es wäre wünschenswert, wenn die Teilnehmer_innen bequeme und lockere Kleidung tragen würden.

Hans Martin Müller, Diplom‑Sozialpädagoge (FH) und Marcos Cesar Silva, Capoeira‑Trainer sowie Jugend‑ und Heimerzieher, Oberlin‑Jugendhilfe, BruderhausDiakonie, Reutlingen
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WS 11 Erlebnispädagogik in Tagesgruppen
Slackline – Vertrauensspiele und Kooperation mit Kindern und Eltern

Vertrauensspiele kennen wir in der Pädagogik viele. Solche erlebnispädagogischen Ansätze sollten auch in der Tagesgruppenarbeit breiter eingesetzt werden.

Haben Sie zum Beispiel Vertrauensspiele schon einmal mit einer sportpädagogischen Methode verbunden und mit der Slackline versucht? Auf der wackeligen Slackline gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Vertrauensspiele und Teambuilding einmal aufzupeppen.

In diesem Workshop lernen Sie den Aufbau verschiedener Slackline-Elemente sowie einiger Spiele kennen. Wir sprechen über den Transfer in den Alltag sowie Möglichkeiten der erlebnispädagogisch- orientierten Familienarbeit. Natürlich bleibt uns genug Zeit, dies selbst auszuprobieren. Festes Schuhwerk nicht vergessen!

Nadja Jungbeck, Tagesgruppe Raphael II, Jugendhilfezentrum Raphaelshaus, Neuss
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