WS 01 Geglücktes im Blick! Ressourcen sichtbar machen!
Videobasierte Beratung von Eltern im Tagesgruppenkontext

In diesem Workshop geht es um die Gestaltung von Tagesgruppen als Entwicklungsfeld und Erfahrungsraum für Kinder, Eltern und Fachkräfte mit Hilfe der videobasierten Beratung VHT-SPIN-DGVB und nach den Richtlinien der DGSF. Wir beschäftigen uns dabei mit der Frage, was videobasierte Beratung im Gruppenkontext leisten kann. Anhand praktischer Beispiele und Filmausschnitte werden Modelle für die aktivierende und innovative Arbeit in heilpädagogischen Tagesgruppen vorgestellt. Wie verbessert sich durch den Einsatz der Kamera sowohl die Arbeit in Elterngruppen als auch unter Fachkräften? Wie lässt sich die Zusammenarbeit mit den Eltern professionalisieren und dabei innovativ und aktivierend gestalten? Dabei werden die Übungen der Teilnehmer_innen gefilmt und gemeinsam ausgewertet.

Die Kursleiterin ist Masterclass-Ausbilderin SPIN DGVB und systemische Familientherapeutin DGSF, Supervisorin DGSv, Kinder- Jugendlichen- Psychotherapeutin mit Approbation und hat viele Jahre Erfahrung als Supervisorin und familientherapeutischer Fachdienst in heilpädagogischen Tagesgruppen.

pfeilIrene Goltsche, DWRO Consult und SPIN Bayern
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WS 02 Der Lerncoach und das filmende Auge
Beziehung stiftende Hilfestellung bei Lern- und Teilleistungsstörungen

Anforderungen an Kinder und Jugendliche durch schulische Lernprozesse an der Schnittstelle zur Regelinstitution Schule prägen den Alltag in Tagesgruppen oft entscheidend mit. Tagesgruppen verstehen sich dabei jedoch als ein geschützter Lern- und Erfahrungsraum für benachteiligte Kinder und deren Eltern bzw. Familien. Sie sind ein Ort des Nachreifens und des anderen Lernens für Kinder und Jugendliche, denen Schwierigkeiten bei Lernprozessen und schulischen Anforderungen begegnen.

Fast alle Schwierigkeiten bei formellen Lernprozessen fordern vom Lernenden viel Aufmerksamkeit, immense Anstrengungen und Willenskraft zur Überwindung des dabei aufkommenden Frusts. Fachkräfte, die schwierige Lernprozesse begleiten, sind intensiv gefordert, um bei Lernblockaden junge Menschen zu motivieren und zu unterstützen. Im Workshop zeigt der Referent – basierend auf über 30‑jähriger Erfahrung mit Schülern in schwierigsten Lernsituationen – , wie von moderner Filmtechnik unterstützt beziehungsstiftende Hilfestellungen zur fachlichen und beziehungsorientierten Begleitung schwieriger Lernprozesse für Schüler_innen aller Schularten und Altersstufen in Tagesgruppen gestaltet werden können.

pfeilDetlef H. Gaida, Dipl.‑Soziologe und Lerntherapeut, Förderzentrum für Lesen und Rechtschreiben und Lerntechnik, Rosenheim
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WS 03 Jugendliche in Tagesgruppen – geht nicht, gibt’s nicht!
2 Tagesgruppenformen für Jugendliche stellen sich vor

Jugendliche in Tagesgruppen haben altersgruppenspezifische Bedürfnisse wie alle anderen jungen Menschen auch und sie haben spezifische Bedarfslagen, die sie als Gruppe von Kindern unterscheiden. Dies stellt Anforderungen an die räumlich-materielle Ausstattung, an die Gestaltung von Partizipationsmöglichkeiten, die Formen der täglichen Betreuung und Haltung der Fachkräfte sowie die Gestaltung von Übergängen in Schule, Beruf und das Erwachsenenleben. Auch Fragen der Anbindung an Gleichaltrige und Möglichkeiten der Freizeitgestaltung geraten verstärkt in den Fokus. Die Referent_innen betonen vor diesen Hintergründen: Jugendliche in Tagesgruppen – und es geht doch! Basierend auf den Erfahrungen aus verschiedenen Tagesgruppen werden in diesem Workshop Wege und Möglichkeiten aufgezeigt, wie eine gelingende Arbeit mit Jugendlichen, deren Peers sowie Bezugs- und Wertesystemen gemeinsam gestaltet werden kann. Im Workshop geht es dabei um spezifische Bedarfe von Jugendlichen in Tagesgruppen, jugendkulturelle Lebens- und Sinnwelten und jugendspezifische Nutzungsformen von bzw. Ausdrucksweisen mit Medien bzw. um die Handlungsnotwendigkeiten und Herausforderungen, die Jugendliche als Adressat_innen an Tagesgruppen stellen.

pfeilMareike Witt, Alexandra Pfeiffer, Sylvia Darda‑Blacha, Mirjam Höschen, cse gGmbH‑Tagesgruppe ConneXXion
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WS 04 Großes für Kleine – „Tagesgruppe“ für junge Kinder und deren Familien
Zwei unterschiedliche Konzepte werden vorgestellt.

Die Tagesgruppen fördern Kinder in schwierigen Lebenssituationen. Bei zu hohen Belastungen finden Familien hier eine wirksame Hilfe. Die Abstimmung und die Zusammenarbeit mit den Eltern haben in dieser Hilfeform deshalb eine ganz besondere Bedeutung. Elternarbeit bedeutet immer auch die Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung.

Angebote für junge Kinder und deren Familien in einem geschützten und überschaubaren Gruppensetting machen daher Sinn und funktionieren! Aber was wirkt bei diesen Angeboten? Wie gelingt es die Eltern-Kind-Beziehung zu stärken und auch bindungsunsichere Eltern zu begleiten? Wie können Eltern lernen, die Bedürfnisse ihrer Kinder zu erkennen und zu bedienen? Welche Bedarfe haben Eltern hier und wie können Fachkräfte hier unterschiedliche Methoden kombinieren? Dies werden wir in diesem Workshop unter anderem anhand von zwei unterschiedlichen Konzepten darstellen und erläutern.

pfeilAndrea Baeßler, Fachbereichsleitung Haus Marienheim, Maria im Walde gGmbH, Kinder‑, Jugend‑, und Familienhilfe
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WS 05 Bin ich Pädagog_in oder du?
Praktische Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder im Setting der Tagesgruppe

Im Zentrum des Workshops steht die Frage, wie Tagesgruppen praktisch so gestaltet werden können, dass Kinder und Jugendliche bei der Entwicklung und Umsetzung von Angeboten beteiligt und Regeln und Rituale mit ihnen so ausgehandelt werden, dass diese ihnen transparent und nachvollziehbar sind und sie am Gruppenalltag partizipieren können.

Hierzu bringen die Referent_innen ihre Erfahrungen aus der heilpädagogisch gestalteten Tagesgruppe Pfullingen der pro juventa gGmbH ein. In der Tagesgruppe Pfullingen entstehen vielfältige Angebote, die für die Kinder nachvollziehbar, wiederholbar und planbar sind. Es gibt wiederkehrende Abläufe, die Sicherheit geben. Jedes Kind, mit seiner individuellen Art und seinen Lebensbezügen, soll sich in der Gruppe angenommen, dazugehörig und wohl fühlen. Jedem Kind ist konkret nachvollziehbar und transparent, welche Möglichkeiten, Regeln, Beteiligungsrechte und Pflichten bestehen.

Gemeinsam mit den Teilnehmer_innen wird am Beispiel der Tagesgruppe Pfullingen und einem weiterführenden Erfahrungsaustausch mit allen Teilnehmer_innen diskutiert, wie sich ein beteiligungsorientierter Ansatz konkret im Tagesgruppenalltag umsetzen lässt.

pfeilJanick Stang, Tagesgruppe Reutlingen, pro juventa gGmbH
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